Blutegel diesmal für mich!

Es war immer eine meiner Schreckvisionen, daß mein rechter Arm nicht mehr einsatzfähig ist, denn ich verdiene mein Geld am Rechner mit Tippen. Daß meine rechte Schulter nicht mehr belastbar ist, das weiß ich seit mehr als einem Jahr, und deshalb mußten meine Wwoofis bei Arbeiten ran, die bei mir Schmerzen verursachten. Jetzt jedoch ist Katastrophe: Mein Ellbogen schmerzt und der gesamte  Unterarm und es prickelt und kribbelt. Und besonders schlimm ist es, wenn ich am Rechner sitze.

Ich habe das mit dem ergonomischen Arbeiten am Schreibtisch nicht ganz ernst genommen, hatte ich doch bisher keine Probleme gehabt. Jetzt muß ich mich neu einrichten (Hilfe, teuer!) und das richtige Sitzen lernen, denn  ich sitze auch völlig falsch! Ich verpasse mir momentan Arnikatinkturumschläge und reibe mich mit Voltaren ein. Montag geht es zum Krankengymnasten. Mein Osteopath, sobald er erreichbar ist, darf mich ebenfalls behandeln, und gerade habe ich Blutegel bestellt. Diesmal bin ich mein eigener Patient. Da es sich um rechten Arm und rechte Schulter handelt, benötige ich Hilfe beim Setzen bzw Verbinden danach. Gibt es Freiwillige?! Nein? Arme Victoria... die ahnt noch nichts von ihrem Glück!

Aus diesem Grund werde ich mich hier in der nächsten Zeit nicht mehr so oft melden. Mein Arm muß ausheilen. Mist!

 

Was aus meinen Winterplänen (Küche umbauen und Buch schreiben) wird, weiß ich noch nicht. Gestern habe ich gemerkt, daß Akkuschrauber nicht gut ist für meine Schulter. Im Rahmen meiner ergonomischen Umräumnahmen habe ich nämlich meinen alten Schreibtisch in den Wintergarten gestellt, auf den neuen paßt nämlich keine (ergonomische) Tastatur, wenn gleichzeitig das Notebook in  Benutzung ist. Der alte Schreibtisch stand nur noch für Edda im Schlafzimmer, denn die schläft dort nachts drunter, und die eine Nacht ohne Schreibtischhöhle war sehr unruhig. Und dann diese fassungslosen, ungläubigen Blicke: Frauchen, ich wollte grad in meine Schreibtischhöhle, aber die ist gar nicht mehr da?! Jedenfalls habe ich ihr gestern eine Höhle gebaut, unter Schmerzen, und konnte mich danach erstmal nicht mehr rühren. Eddas Erleichterung war allerdings alle Schmerzen wert!

Hach, es gibt eigentlich viel zu erzählen, aber das fällt fürs erste aus. Ich melde mich, wenn es meinem Arm besser geht.

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Freitagsbesuch und Apfelsaft

Durch den Wald an meinem Häuschen vorbei fahren nicht allzu viele Autos. Der Schulbus, ja. Aber jedes fremde Fahrzeug wird mißtrauisch beäugt, vor allem, wenn es sehr langsam vorbei fährt und dann nach einer Minute gleich noch einmal.

Wir saßen gerade beim Abendessen und genossen den milden Herbstabend, als genau dies geschah. Edda sprang bellend zum Tor. Das Auto blieb stehen. Ich runzelte die Stirn. Zwar habe ich kein Auge für Autos und erkenne Victorias Wagen auch nur am charakteristischen Klappern, aber wer besuchte mich denn abends, ohne sich anzumelden? Mit einem letzten bedauernden Blick auf meinen Teller stapfte ich zur Einfahrt, um zu sehen, um wen es sich handelte. Ein Pärchen. Die Frau begrüßte mich mit den Worten: "Bitte nicht wundern!"

Ich wunderte mich aber doch, und das sagte ich ihr auch. Die beiden stellten sich vor: Marion und Bernhard, Deutsche, die sich ein Haus in der Nähe gekauft hatten. Marion hatte meine Bücher gelesen, verfolgte meinen Blog und wollte jetzt einfach mal vorbeifahren und hallo sagen. Umgehend verzieh ich ihnen das unterbrochene Abendessen und lud sie zum Kaffeetrinken ein. Für den Freitag. 

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Früchte des Herbstes

Jetzt sind also da, die beiden. Luise und Chiara, frisch vom Abi und schwedenabenteuersüchtig. Aufgrund des Verfilzungsniveaus, das Eddas Fell aufweist, habe ich die beiden als erstes zu Eddas persönlichen Entfilzungs- und Bürstexperten benannt. Edda ist nicht recht glücklich darüber und bringt nicht wirklich Geduld für die eigentlich notwendige Fellpflege auf. Weit gekommen sind Luise und Chiara daher noch nicht in ihrer neuen Profession. Aber sie haben ja noch fast drei Wochen Zeit, um aus Edda einen gepflegten Sofahund zu machen!

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Wwoofer- Allerlei

Es gibt Geräusche, die habe ich begonnen, zu lieben, vor allem, wenn sie gleichzeitig ertönen und von meinen fleißigen Helfern zeugen: Das tiefe Brummen des Rasenmähers, das etwas hellere Brummen der Schleifmaschine, das ohrenbetäubende Dröhnen der Motorsäge oder der Motorsense,  das Geräusch einer Axt, die gerade Holz spaltet. Erinnert Ihr Euch an die dicken, fetten Holzklumpen, an denen sich Carsten letztes Jahr drei Motorsägenketten zerstört hat?! Nun, diese Holzklumpen sind jetzt dank Raymond soweit aufgespalten, daß sie zum Holzschuppen transportiert und dort weiterverarbeitet werden können! Ich gebe es ja ungern zu, aber hin und wieder braucht´s einen Mann auf dem Hof...

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Regenzeit

Naß, kalt, Lange- Unterhosen- Wetter. Drinsitzen. Genervte Hunde, genervte Menschen. Kalte Nächte. Im Wohnwagen beim Aufstehen bibbernde Lynn. Der Sommer ist endgültig vorbei. Um halb zehn abends ist es dunkel. Erst um vier Uhr früh dämmert es sachte. Unweigerlich geht es jetzt auf den Winter zu. Gut, daß ich mein Holz im Trockenen habe...

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Alles nicht so leicht...

Sehr schnell stellte sich heraus, daß es mit Constanze nicht paßte. Es funktionierte nicht für mich, es funktionierte nicht für Lisa und Raymond, und so stand meine Entscheidung fest: Constanze würde gehen müssen. Sie bekam noch fünf Tage, um sich einen geeigneten Host zu suchen, und dann verließ sie uns. Solche Entscheidungen treffen zu müssen, ist nicht schön, aber sie gehören dazu. Inzwischen ist Lynn bei uns, und eine ihrer ersten Aufgaben bestand darin, mit Lisa gemeinsam Edda zu bürsten und zu entfilzen. 

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Die Zeit geht

... nicht, sie rennt! Julia ist gestern bereits abgereist! Ich glaube, sie wär gern noch etwas länger geblieben, aber Flug gebucht und bei der Oma zu Besuch angemeldet bedeutet: Flug gebucht und bei der Oma angemeldet! Da gibt es nur eine Lösung: Im nächsten Jahr wiederkommen! Ich lasse mich überraschen...

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Vom Baden, Eisgenuß und dem verlorenen Kochlöffel

Durch die Aufregungen und Ereignisse, die mein Idyll erschütterten, bin ich gar nicht dazu gekommen, Euch zu erzählen, was Kristin und ich und Lisa und Edda so den ganzen Tag über machten. Also, am Skagern waren wir frühstücken, das gehört zum Pflichtprogramm für alle meine Wwoofis, auch für die Wiederkommer!

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Die Ruhe nach dem Sturm

Nun gut, Sturm war es nicht. Ein entflohender Mörder (der nicht auffindbar ist) und ein Waldbrand, aber aufregend war es! Wir waren bereit zur Evakuierung, und ich stellte fest, wie wenig ich doch einpacken wollte, nachdem die erste Überforderungspanik abgeklungen war. Fast alles ist ersetzbar, und die Dinge, die ich mitnehmen wollte, paßten in zwei Bananenkartons und eine Ikeatasche. Denn etwas Kleidung sollte auch mit. Und Bettwäsche, damit ich nachts im Bus was habe, um mich zudecken zu können. In der Nacht auf Sonnabend bin ich aufgewacht, und alles roch nach Rauch! Ich sprang sofort raus und suchte den Horizont ab, sah aber keine Flammen. Dennoch: Der Schlaf war unruhig in jener Nacht! Am Nachmittag war der Brand gelöscht, und wir konnten aufatmen.

Kristin trinkt hier übrigens keinen Juchhu- es- ist- vorbei- Schnaps mitten am Tag, sondern Kirschsaft, der von unserer Kirschernte übrig geblieben ist!

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Außer Kontrolle

Eigentlich wollte ich Euch heute die eine oder andere Anekdote erzählen, aber das muß ich erstmal verschieben. Ich wollte Euch auch genauestens berichten, daß Edda superstolz war, daß sie heute Nacht auf Kristin aufpassen durfte. Ich wollte Euch erzählen, daß die Hubschrauber immer noch unterwegs sind, Hundeführer den Entflohenen suchen- der übrigens wegen eines Messermordes zu 14 Jahren verurteilt wurde, was hier in Schweden mehr als lebenslänglich ist, wie mir heute jemand berichtete.

Aber die Lust ist mir vergangen. Denn nicht weit von hier ist ein Waldbrand ausgebrochen, der sich immer weiter ausbreitet und nicht unter Kontrolle zu bekommen ist. Die Autobahn ist inzwischen gesperrt, sogar das Militär rückt an. Und wir haben Brand- und Rauchgeruch auf dem Grundstück... wir wollten eigentlich zum Gryten, aber das ist ausgefallen. Statt dessen habe ich die wichtigsten Dinge zusammengepackt und den Bus startklar gemacht. Mir ist gar nicht wohl. Überhaupt nicht.

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Live- Ticker aus dem Brennpunkt

12:30 Ich fahre vom Einkaufen nach Hause und sehe einen Polizeiwagen mit Blaulicht und Sirene langsam durch den Wald fahren. Werde unruhig und beeile mich, Wwoofer- Kristin am Erdbeerfeld aufzulesen und mit ihr nach Hause zu fahren. 

 

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Wwooferfrei ist vorbei!

Nach zweieinhalb Wochen ohne Wwoofis und Workawayer habe ich heute eine Wiederkommerin vom Bahnhof abgeholt: Wwoofer- Kristin, die letzten Juli bereits zwei Wochen bei mir und Lisa und Edda verbracht hat! Diesmal kann sie leider nur eine Woche bleiben, aber wir freuen uns unglaublich darüber, daß sie wieder bei uns ist! Natürlich zog sie wieder in den Wohnwagen, dem Gästehaus widmete sie gar keinen Blick, genauso wie letztes Jahr.

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Schmetterlinge und Gebrumsel

Vor wenigen Tagen habe ich gelesen, daß die Schmetterlinge vermutlich aussterben werden. Unter anderem zuviele Gifte, genau wie bei den Bienen und anderen Insekten. Es bestürzt. Aber dann habe ich festgestellt, daß ich noch nie so viele Schmetterlinge bei mir hatte wie in diesem Jahr. Und obwohl Victoria Bienen hat, sind es bei mir die Hummeln, die die Bestäubung übernehmen. Hummeln über Hummeln! Und hin und wieder mal eine Biene. Viele Schwebefliegen. Gewöhnliche Fliegen auch, und jede Menge andere Insekten. Grashüpfer! Neuerdings hab ich die ständig im Haus! Bei mir ist richtig was los! Es humselt und gebrumselt und hüpft und springt, und mich macht das natürlich richtig glücklich! Man könnte meinen, die suchen Zuflucht bei mir...

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Sommer ist...

...wenn es morgens um acht Uhr bereits fünfundzwanzig Grad hat! Gestern hab ich mir dann erst einmal eine kleine Auszeit genommen und bin mit meinen Schätzchen zum Frühstücken an den Skagern gefahren. Ich liebe diesen Sommer! Und ich hoffe, daß es so schön bleibt bis mindestens Ende September! Wenn nur jeder schwedische Sommer so herrlich wäre! 

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Das gibt´s doch nicht!

Es war gestern etwas später geworden, immerhin hatten wir Mittsommer, und so wollte ich etwas länger schlafen. Geweckt wurde ich von einem Grollen und Donnern, das ewig zu dauern schien. Edda sprang auf, verließ ihre Schreibtischhöhle (ja, der Schreibtisch steht nur wegen Edda im Schlafzimmer, immerhin hat sie genauso ein Recht auf eine Schlafhöhle wie Lisa) und rannte ins Nebenzimmer. Ein Blick auf den Wecker zeigte zehn vor acht. Hatten wir Gewitter? Aber so ein dermaßen langer Donner... ich öffnete die Jalousien und wurde von strahlendem Sonnenschein geweckt. Immer noch schlaftrunken stand ich auf und warf einen Blick in den Garten. Alles ruhig. Wer weiß, was das gewesen war, jedenfalls war es jetzt vorbei. Ich trank meinen Kaffee, genoß den Ausblick auf den Teich, und irgendwann schaute ich bei Facebook rein. Und traute meinen Augen nicht: Um zehn vor acht heute früh hatten wir ein Erdbeben gehabt! Und zwar gar nicht weit von hier! Diverse Nachrichtenseiten bestätigten diese Information. Damit hatte ich  nun überhaupt nicht gerechnet, denn wir hatten ja erst Anfang September ein Erdbeben gehabt, bei dem das ganze Haus gebebt hatte. Und dann bebte die Erde ja auch in Portugal Anfang Januar. Womit dies dann das dritte Erdbeben war, das ich innerhalb von nicht einmal zehn Monaten erlebte! Man wird ja etwas nachdenklich, wenn so etwas öfter passiert...

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Erstens kommt es anders....

Die unglaublich warmen Tage sind vorbei; es gab Regen, viel Regen, und es soll auch weiter regnen. Allerdings nicht mehr ganz so arg viel, nicht mehr täglich, und vor allem sollen die Temperaturen wieder auf Sommerniveau steigen. Der Natur tat der Regen richtig gut. Das verdorrte Gras ist zum großen Teil wieder grün, die Gemüse wachsen, und Knott fühlt sich natürlich richtig wohl!

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Portugalwetter!

Seit Wochen hat es nicht mehr geregnet. Die Temperaturen liegen zwischen 26 und 29 Grad. Sogar bei mir verdorrt das Gras, das gab es noch nie! Der kleine Teich tümpelt vor sich hin, im großen sinkt der Wasserspiegel immer weiter. Überhaupt ist das Wasser badewarm. Die Lupinen begannen drei Wochen zu früh, zu blühen, und sind bereits jetzt am Verblühen! Womit sollen wir bloß den Mittsommerbaum schmücken? Der Giersch unterhalb des Gästehauses vertrocknet genauso wie die Smultron am Erdkeller! Glücklicherweise verfüge ich jetzt über einen tiefgebohrten Brunnen, denn das mit dem Regenwasser hätte dieses Jahr definitiv nicht hingehauen...

Ich liebe dieses Wetter ja! Manchmal glaube ich, ich lebe im falschen Land :) Allerdings ist es ziemlich anstrengend, wenn man draußen arbeiten möchte. 

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Ungeplantes- mal wieder

Eigentlich wollte Raymond weiter am Holzschuppen basteln, Lisa Rasenmähen, und ich Ordnung in die Küche bringen. Dann jedoch klapperte der Rasenmäher und klang gar nicht so, wie ein Rasenmäher eigentlich klingen sollte. Ich zückte das Beschreibungsheft, zog Raymond von seinen Holzarbeiten ab und verordnete dem Rasenmäher einen außerplanmäßigen Service. Ich war nicht die einzige, die über diese Zeitverschwendung fluchte. Für so etwas hatten wir nun überhaupt keine Zeit! Es nützte jedoch nichts, der Rasenmäher wurde durchgecheckt und wieder fit gemacht. Ich staunte nicht schlecht: Nicht nur das Klappern und das merkwürdige Motorengeräusch waren verschwunden- ich hatte einen Rennrasenmäher bekommen! Das mit dem Selbstgehen hatte ja nie richtig funktioniert, und ich hatte mich bereits damit abgefunden, daß das Mähen des Rasens immer eine anstrengende und schweißtreibende Aufgabe bleiben würde. Jetzt jedoch habe ich einen Rasenmäher, der mir fast davonrennt, wenn ich ihn nicht festhalte! Da hat sich der Zeitaufwand richtig gelohnt! 

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Wasser!

Jetzt ist es endgültig vorbei mit ohne Strom und fließend Wasser. Seit zwei Jahren verfüge ich über funktionierende Steckdosen, und seit vorgestern über fließendes Wasser! Daran war vor wenigen Monaten noch gar nicht zu denken, aber meine Mutter meinte, ich solle fließend Wasser bekommen, und jetzt habe ich es!

Vier Handwerker rückten an, um die Installation dieses Luxusgutes zu vollenden: Die beiden Brunnebohrer, ein Rohrleger und ein Elektriker. Die vier amüsierten sich köstlich über meine Aufregung, als das erste Wasser aus dem Hahn über der Badewanne sprudelte, und als ich ihnen sagte, ich müsse noch meine Liste mit Fragen holen, damit ich ja nicht vergesse, irgend etwas wichtiges zu erfragen, lachten sie. 

Anfangs war das Wasser noch braun, allmählich wird es heller. Momentan ist es eher weißlich, aber das wird sich auch noch geben. Und in drei Monaten wird dann die Wasserprobe durchgeführt. Ich hoffe innigst auf Trinkwasser!

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Wenn Kreise sich schließen

Lisa und Raymond haben es in mein vor zwei Jahren veröffentlichtes Buch geschafft, obwohl ich die beiden erst vor einer Woche kennenlernte. Unglaublich? Na, dann lies mal das hier:

Die beiden hatten bereits früher in Schweden gewwooft, und den Besuch bei mir nahm Lisa zum Anlaß, ihre alten Aufzeichnungen hervor zu kramen. Außerdem war ihr der Name "Snåret" bekannt vorgekommen. So heißt ja der Hof, auf dem ich mit meinem Exmann gewohnt hatte, und auf dem wir viele Wwoofer hatten. Als Lisa mir erzählte, daß sie diesen Namen in ihren Aufzeichnungen gefunden hatte, und daß sie dorthin geschrieben hatten wegen wwoofen, fiel mir sofort ein, daß wir einmal einem Pärchen zugesagt hatten, von denen das Mädel Lisa hieß, und daß sie wegen Knieproblemen abgesagt hatten, was ich damals sehr schade fand. Ich war wie elektrisiert, es handelte sich hierbei auch um eine wunderbare Ablenkung vom Brunnenbohrdrama, das sich draußen abspielte (siehe den nächsten Blogeintrag), und wir glichen weiter die Fakten ab. Ich suchte in meinem damaligen Hofblog und zückte mein Buch, und schau an, auf Seite 129 kann man lesen: "Obwohl uns Katharina und Manuel tatkräftig unterstützten, hätten wir noch weitere helfende Hände gebrauchen können. So war es eigentlich auch geplant gewesen, denn wir hatten noch zwei weiteren Wwoofern zugesagt, einem Pärchen, das wie wir die größtmögliche Selbstversorgung anstrebte. Allerdings hatten sich bei ihm familiäre und bei ihr gesundheitliche Probleme ergeben, so daß wir ihren Besuch auf das nächste Jahr hatten verschieben müssen."  Es hatte sich bei diesem Pärchen um Lisa und Raymond gehandelt! Aus dem Besuch im Folgejahr war nichts geworden, weil Lisa mit ihrer Ausbildung zum Heilpraktiker begonnen hatte. Und jetzt wwoofen die beiden mit acht Jahren Verspätung doch noch bei mir... Zufall?

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Was für ein Tag!

Und hier sitze ich nun und bin schlagkaputt. Heute nämlich war der Brunnenbohrer da, und da ging einiges drunter und drüber. Ich selbst könnte mir das Brunnenbohren ja gar nicht leisten, aber meine Mutter meinte, ich solle fließend Wasser bekommen. Ich holte also ein Angebot ein (Festpreis fürs Bohren bis 90 m Tiefe), und sie überwies mir das Geld. Eigentlich wollte der Bohrer bereits Anfang Mai kommen, und als sich nichts rührte, obwohl er eine Woche vorher Bescheid geben wollte, rief ich vorgestern an und fragte nach. Antwort: Sie hätten geplant, am Folgetag, also gestern, zu kommen. Ich hielt das erst für einen Scherz, war gestern auch gar nicht zuhause, und wir einigten uns auf heute. Ich mag mir nicht ausdenken, wie es gewesen wäre, wenn die gestern früh plötzlich da gestanden hätten, ich grad frisch aus dem Bett gekrabbelt oder noch nicht einmal, mit Terminen außer Haus, und die ganze Maschinerie hier auf dem Hof!

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Freier Sonntag

Das hab ich ja echt lang nicht mehr gehabt: Einen komplett freien Sonntag! Allerdings muß ich zugeben, daß er eher ungeplant frei ist, denn eigentlich wollte ich heute auf die Grubenwanderung, um mir anzusehen, in welch schönem Teil des Tiveden die geplante Kobaltgrube angelegt werden soll, gegen die wir kämpfen. Seit Freitag früh jedoch ist mein linkes Knie geschwollen und schmerzt, keine Ahnung, wie ich das wieder fertig gebracht habe, und da sind dann weder Autofahren noch Wandern die optimale Beschäftigungen. Als dann Loretta und Markus fragten, ob wir Lust auf  einen Sonntagnachmittagkaffeetrinkbesuch haben, fiel die Entscheidung gegen die Wanderung und für ein Sonntagnachmittagskaffeekränzchen ganz leicht. Das Wetter ist phantastisch, es ist richtig Sommer, und ich bin mir sicher, der eben noch von Lisa und mir zusammengezauberte Kladdkaka wird ganz toll schmecken, wenn er in so netter Gesellschaft gegessen wird!

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Helfende Hände

Raymond lachte, als ich ihm von meiner eigens für ihn angelegten Liste mit Männerarbeiten erzählte. Und bevor ich ihm erklären konnte, welche Arbeiten alles darauf standen, entschied er, daß das manuelle Spalten der großen Holzklumpen auf jeden Fall von ihm erledigt wird. Er schaute sich gleich meinen Spalthammer, die Keile und meine Spaltaxt an und versuchte sich an einem der großen Klumpen. Wwoofer- Lisa entschied, daß sie die von Raymond in Hälften oder Viertel gespaltenen Holzrollen dann vielleicht am besten gleich mit der Spaltmaschine auf vernünftige Größe bringen wird. Beim nächsten Regen wird sie also dafür sorgen, daß ich im Winter ein warmes Feuerchen im Kamin lodern habe. Als die beiden auf unserem Spaziergang einen bereits entasteten Birkenstamm im Graben am Wegrand sahen, der von der Holzfirma nicht mitgenommen wurde, luden sie ihn sich kurzerhand auf, um ihn später zu Brennholz zu verarbeiten.

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Ölen und malen und zupfen und kardieren und und und

Während ich bei schönstem Wetter im Büro saß und die letzten Steuererklärungen für meine Kunden fertig machte, ölte Jasmin die Frühstücksterrasse, den Eingangsbereich und die  Lisenarthrosentreppe, die Mareike und Miriam uns letztes Jahr gebaut hatten. Damit konnte ich dann auch diesen Punkt auf der To- Do- Liste abhaken- und gleich für nächstes Jahr wieder draufschreiben, denn geölt werden muß jedes Jahr. Überhaupt habe ich bereits einige Punkte auf meiner Nächstes- Jahr- Zu- Tun- Liste, und ich befürchte, daß einige Arbeiten, die wir dieses Jahr nicht schaffen werden, auch auf diese Liste wandern... 

Da Jasmin nicht nur ölen wollte, sondern auch malen, verschönerte sie die Rückseite des Verschlages an der Einfahrt. Die Einfahrt nämlich hatten wir noch gemeinsam mit Maike aufgeräumt, so gut es geht. Jetzt lagert das ganze Baumaterial unterhalb der Scheune, bis es seinen endgültigen Platz in einem neu zu bauenden Scheunenteil bekommt.

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Sommerliche Temperaturen

Das Wetter momentan ist einfach nur der Knaller! 26 Grad hatten wir gestern! Noch vor wenigen Tagen habe ich über den vielen Regen und die Kälte und den bedeckten Himmel geklagt, und jetzt diese Hitzewelle! Klar, daß wir erst einmal zum Skagern fahren mußten. Da warten die beiden bereits im Auto, denn Frauchen kam einfach nicht in die Gänge. Was die immer so lange braucht! Dabei warten doch Sand und Wasser und Spielen!

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Überraschungsgäste

Zuerst hörte ich sie, und dann sah ich sie: Meine unerwarteten Gäste! Tags zuvor war nur einer von beiden auf dem Teich gewesen, hatte wohl Feindesgebiet erkundet und für gefahrlos befunden. Und dann beschwammen sie gemeinsam meinen Teich. Und unterhielten sich dabei angeregt. Nur leider habe ich kein Wort verstanden...

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Die Arbeit nimmt kein Ende!

Bei der Arbeit auf dem Erdbeerfeld drei Kilometer entfernt fallen viele kleine Erdbeerableger an, und natürlich sollen die ein schönes Zuhause bekommen, damit ich später leckere Erdbeeren ernten kann. Es hieß also, Beete bauen und dann die Erdbeerableger einpflanzen. Beete bauen bei mir geht so: Pappen auf das Gras legen. Pferdekacke herankarren und auf den Pappen ausbringen. Und dann mulchen. Glücklicherweise hatten wir vor wenigen Tagen eine ganze Ladung altes Stroh herangekarrt, so daß es zum Beetebau reichte. Dafür ging uns die Pferdekacke aus. Ich habe natürlich neue bestellt, aber auf die muß ich jetzt mindestens zwei Wochen warten. Mist. Wo ich doch grad so fleißige Helfer hier habe!

Rechts hinten auf dem Foto leuchtet es blau. Das ist die Unterseite des von Jasmin und mir abgerissenen Hühnerstalles, der jetzt seiner Verbrennung harrt. Zusammen mit haufenweise Reisig, das auch verbrannt werden muß. Bald ziehen wieder dunkle Rauchschwaden über Björnfallet und verbreiten Weltuntergangsstimmung...

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Unverhofft...

...kommt dann doch hin und wieder.

Ich saß gerade an einem umfangreichen Buchschluß, die Mädels waren irgendwo draußen zugange. "Rums", polterte und grollte es laut von draußen. Ich warf einen Kontrollblick in die Runde: Lisa war da, Edda war da. Sprang zur Tür, öffnete sie- und wurde von einem umgefallenen Holzstapel begrüßt. Seit August ruhte das Holz sicher unter Dach, und jetzt war der Stapel unerklärlicherweise zusammengestürzt. Da hieß es aufsammeln und zu stapeln, was Jasmin und Maike natürlich im Handumdrehen erledigt haben!

Die gelbe Erdkellertür übrigens wird irgendwann einmal wieder mit einer augenverträglichen Farbe bemalt. Ich weiß nicht, wie man auf die Idee kommen kann, eine derart grelle Farbe zu verwenden! Es handelt sich hierbei aber um kein Prioritätsprojekt, deshalb kann das noch einige Zeit dauern. Es sei denn, irgendein Wwoofer klagt über Augenschmerzen beim Anblick der Farbe, dann wird das ganze natürlich früher angegangen!

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Projekt abgeschlossen!

Hat man zwei fleißige Mithelfer, geht es richtig voran. Dann können auch so große Kombinationsprojekte wie "Zaun freischneiden, damit er nicht zerstört wird" und "Zaun reparieren, damit Edda nicht mehr abhaut und Dummheiten anstellt" durchgeführt und erfolgreich abgeschlossen werden. Mit Eifer schnitten und sägten Jasmin und Maike an Unterholz, Gestrüpp und Himbeerschößlingen, fällten das eine oder andere Bäumchen, erneuerten Zaunkrampen, stopften Untendrunterdurchkriechlöcher mit Steinen und stützten wackelige Pfosten ab. So, liebe Edda, jetzt ist es vorbei mit Abhauen! Und ich muß mir fürs erste keine Sorgen darüber machen, ob der Zaun diese Saison übersteht oder nicht.

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Einmal schwengeln, bitte!

Wenn man  zwei hart arbeitende Wwoofis hat, wollen die natürlich auch mal Wäsche waschen. Klar. Steht ihnen ja auch zu. Als Maike sagte, sie müsse Wäsche waschen, warf ich als erstes einen Blick auf den großen Regenwasserkanister, der vorm Haus steht. Nein, eindeutig noch nicht genug Wasser vorhanden. Also hieß es schwengeln!

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Biberalarm!

Der zweite Vormittag ohne Biber im großen Teich. Ich war erleichtert. Dann hörte ich Edda bellen, und zwar ihr "Da-ist-der-vermaledeite-Biber" Bellen. Ich stand wie erstarrt. Dann raste ich los und fand Edda, die wie wild um den kleinen Teich herumsprang und etwas ankläffte, das sich im Wasser befand. Es platzte einmal laut- eindeutig das Biberuntertauchklatschgeräusch. Ich stieß einen erbitterten Schrei aus, so daß meine Wwoofis erschrocken aus dem Gästehaus gerannt kamen.

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Filmreif!

Sonnabend Vormittag, halb acht. Lisa hatte mich nachts zweimal rausgejagt, und um sieben Uhr mußte sie schon wieder. Die Sonne schien, die Vögel sangen, und irgendwie lohnte es sich nicht mehr, sich noch einmal in den Kissen zu vergraben. Also kochte ich mir meinen Kaffee und genoß ihn auf der Frühstücksterrasse. Gedankenversunken blickte ich auf den Teich und zählte die Wildenten. Eins, zwei, drei- nein, das war doch keine Ente?! So merkwürdig lang und flach mit so wenig Körper oberhalb der Wasseroberfläche? Ein Stück Treibholz? Ich kniff die Augen zusammen, konnte aber nichts erkennen. Eine verletzte Ente vielleicht? Nein, jetzt schwamm sie. Oder es. Denn daß es keine Ente war, da war ich mir inzwischen sicher.

Zwei Bachstelzen tanzten durch die Luft und verhielten oberhalb des merkwürdigen Dings im Wasser, wirbelten irritiert umher, und dann platschte es einmal laut, und das Ding war weg. 

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Von brennendem Reisig, Stockbrot und Beeten

Momentan passiert hier so viel, daß ich eigentlich täglich Neues berichten könnte. Dazu habe ich natürlich keine Zeit, es ist unglaublich viel zu tun, und deshalb werde ich Euch einiges unterschlagen müssen.

Eigentlich wollte ich die vielen Reisighaufen verbrennen, während noch Schnee liegt. Vor vier Jahren hatte ich einmal einen Grasbrand, und das war nicht wirklich lustig... seitdem bin ich überaus vorsichtig, wenn es um Feuer geht. Leider brannte das Reisig nicht; dann windete es einige Tage lang sehr stark, und als wir endlich windstille Tage hatten, war der Schnee weggetaut und das trockene Gras vom Vorjahr wartete nur drauf, von einem vorbeifliegenden Funken in entzündet zu werden. Dennoch: Das Reisig muß weg, zumindest an der Sitzecke. Wir wollen es nämlich schön haben im Sommer!

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Jetzt geht es rund!

Der Schnee ist bis auf letzte Reste weggtaut. Die Eisschicht auf meinen Teichen verschwindet allmählich. Und morgens muß ich nicht mehr heizen, weil die Sonne den Wintergarten gut aufheizt. Die Vögel singen. Die Amseln sind zurück, und ständig fliegen Gänse über unseren Köpfen dahin. Vom Gryten erklingt der Gesang von Schwänen oder Gänsen- ganz einig bin ich mir da nicht mit mir selbst, aber spät abends heulte dort sogar ein Wolf! Wobei dieser natürlich nicht unbedingt ein Frühlingszeichen ist... Jasmin lag schon im Bett, es war dunkel im Gästehaus, so daß ihr dieses denkwürdige Ereignis leider entging.

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Kühe und Tauwetter

Vor wenigen Tagen statteten Jasmin und ich Victoria einen Besuch ab. Bei ihr tummeln sich momentan ganz viele Lämmchen, und eines davon drückte Victoria der verdutzten Jasmin in die Arme. Das Lämmchen strampelte und wollte wieder zu seiner Mami, es kannte Jasmin ja gar nicht, und so sprang es bereits nach wenigen Sekunden wieder auf seinen Gummibeinchen mit den anderen Lämmchen auf der Wiese umher.

Bereits im Januar hat sich Victoria zwei Kühe gekauft, Rosa und Flora. Beides sind Fjällkor, eine alte schwedische Landrasse, und noch sehr jung. Da sie eine schlechte Kindheit hatten, sind sie sehr scheu, und deshalb waren Jasmin und ich sehr vorsichtig, als wir sie vor einigen Tagen besuchten. Im Sommer werden die beiden Besuch von einem Bullen bekommen, in der Hoffnung, daß es im nächsten Frühjahr Kälbchen und damit auch Milch gibt!

 

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Winter- Workaway

Hätte ich gewußt, daß der Winter sich dermaßen in die Länge zieht, hätte ich Jasmin vermutlich nicht zugesagt. Jetzt jedoch habe ich eine rekordfrühe Workawayerin, die mutig durch den Schnee stapft. Da gerade die Nächte noch mit Temperaturen um die minus zehn Grad sehr kalt sind, habe ich mir natürlich Gedanken gemacht, wie es sich wohl in dem schlecht isolierten Gästehaus nächtigen läßt. Gute Nachricht: Hurra, Jasmin ist bisher nicht erfroren, und das hat sich auch für die Zukunft nicht vor, hat sie mir berichtet.

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Heimreise mit Hindernissen

Regelmäßig erneuerte ich das heiße Wasser in der Wärmflasche, die ich im Rücken hatte, während ich fuhr. Mein Rücken wurde besser, aber jetzt zogen die Schmerzen ins rechte Bein. Am ersten Tag fuhr ich nur acht Stunden, aber ab dem nächsten Tag saß ich zwölf Stunden hinter dem Steuer und wußte irgendwann nicht mehr, wie ich die Reise überstehen sollte. Der Schmerz zog von der Hüfte in das gesamte Bein bis hinunter in meinen Fuß. Mein Bein war taub, kribbelte kalt, schmerzte pulsierend und teilweise wie mit kräftigen Nadelstichen. Später sagte mir mein Osteopath, daß ich Ischiasschmerzen gehabt hatte. Ich denke, ich kann stolz darauf sein, daß ich uns trotzdem nach Hause gebracht habe...

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Die geschenkte Zeit

Während Lisa sich massiv gegen das Muskelentspannungs- und Beruhigungsmittel wehrte, kämpfte ich gegen hysterische Panik. Nach und nach sank Lisa in sich zusammen, und Gabi schickte mich raus. Es war Zeit, Lisas Leben zu retten.

Ich versuchte, mich mit Arbeit von den möglichen Konsequenzen der nächsten Minuten abzulenken: Ich kehrte den Bus ordentlich aus und entsorgte etwa ein Kilo Sand. Dann schüttelte ich alle Hundedecken aus, entfernte mit der Fusselbürste alle Haare und legte für Lisa saubere Decken zurecht. Danach hatte ich nichts mehr zu tun. Nur noch warten. Edda spürte meine Beunruhigung und stupste mich immer wieder mit der Nase an. Ich weiß nicht, ob sie verstand, was los war.

Nach einer gefühlten Ewigkeit, die trotzdem zu kurz war, verließ Gabi die Praxis und rief mich. Lisa war dabei, aufzuwachen. Ich sollte ein Laken mitbringen, damit wir sie in den Bus tragen konnten. Meine Erleichterung war unbeschreiblich! Ich griff nach einem glücklicherweise vorhandenen Laken und rannte förmlich ins Haus, um bei Lisa sein zu können, wenn sie wach wurde. Wir breiteten das Laken aus und legten Lisa drauf. Dann trugen wir sie in den Bus und legten sie auf ihren Platz zwischen den beiden Vordersitzen. Langsam kam sie zu sich und sah sich desorientiert um.

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Weihnachten

Als Gabi Lisas Operation vom 20.12.auf den 3. Januar verschob, da es sich bei Lisas Blutung nun doch um eine Läufigkeit handelte, fiel mir ein Stein vom Herzen. Es fühlte sich an wie eine Gnadenfrist, die uns geschenkt worden war. Entsprechend leichten Herzens beging ich die Sonnenwende. Ein kleines Feuerchen in meinem Grilleimer, mehr war es nicht, und irgendwie fühlte es ich dort unten im Süden merkwürdig an, Wintersonnenwende zu feiern, immerhin war der Winter dort mild, aber es gehörte für mich einfach dazu. Und wer feiert schon Sonnenwende am Meer?

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Regenzeit

Der Supermarkt war nicht allzu weit vom Stellplatz entfernt , und so kaufte ich noch ein Hühnchen für Lisa. Als ich zurückkam, hörte ich Edda bereits von weitem kläffen. Das war vor wenigen Tagen losgegangen: Ließ ich sie und Lisa oder auch nur Edda im Bus zurück, bellte sie und sprang auf die Sitze. Das mußte ich unbedingt in den Griff bekommen, bevor es zur Gewohnheit wurde! Als ich die Bustür öffnete, bekam sie sich vor Freude nicht mehr ein; das tat sie zwar immer, aber als ich ihr dann zeigte, daß es nicht ok ist, auf die Sitze zu hüpfen, war sie ziemlich betroffen, so daß es mir schon wieder leidtat, daß ich mich nicht ungehemmt mitfreuen konnte.

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Die ersten Tage

Bereits beim morgendlichen Strandspaziergang merkte ich, daß etwas nicht mit Lisa stimmte, ohne es genau benennen zu können. Da ich aber wußte, daß Lisa immer mal nicht so gut drauf ist und ich sowieso zu sehr auf ihre Befindlichkeit reagiere, redete ich mir ein, daß alles in Ordnung sei. Ich würde sie natürlich genau beobachten, mich aber nicht verrückt machen.

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Reise in den Süden

Da es bereits dunkel war und das Wetter eklig, entschied ich mich, mir in dieser ersten Nacht meiner Reise in den Süden einen Stromanschluß zu gönnen, um meinen Heizlüfter benutzen zu können. Ich fuhr in das Mobilcamp im Taunus. "Willkommen bei Familie B"- das klang familiär und nett, als ich es auf der Internetseite las, umso enttäuschter war ich dann, als ich auf den Parkplatz neben der großen Straße einbog. Hier war nichts familiär, und hübsch war es erst Recht nicht. Und dann zahlte ich noch mehr als 12 Euro, um schlußendlich festzustellen, daß 500 Watt ganze 50 Cent kosteten!  Mein Heizlüfter nahm minimun 750 Watt, und entsprechend sauer war ich. Der Strom sei erst kürzlich so teuer geworden, teilte mir mein Busnachbar mit, und auch er war nicht glücklich darüber.

Am nächsten Morgen machte ich zwei Spaziergänge: Einen kurzen mit Lisa und Edda, und dann noch einen langen nur mit Edda. 

In Frankreich nächtigte ich an einem Fluß, und da ich meinem Kamin ordentlich einheizte, verbrachten wir eine nicht allzu kalte Nacht. Auch hier konnten wir schön spazierengehen. Ich muß ja zugeben, daß mir etwas mulmig war, so ganz allein im fremden Land, und als der Bus dann auch noch begann, merkwürdige Geräusche von sich zu geben, war ich froh, daß ich es noch bis zu Mercedes schaffte. Die Lichtmaschine, teilte man mir mit, aber das müsse nicht repariert werden, ich könne weiterfahren. Ich glaube ja, daß dem Mitarbeiter beim Anblick meines Busses der Angstschweiß ausbrach, vermutlich dachte er, sie würden nie ihr Geld sehen, falls sie die Lichtmaschine tauschen würden... Wir verbrachten die Nacht hinter einer großen Düne in Südfrankreich, und auf dem Foto seht Ihr meinen morgendlichen Kaffeeausblick. Nach dem Frühstück gab es einen Strandspaziergang, sogar Lisa tobte umher, und dann fuhren wir weiter.

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November: Deutschland

Ich bekam tatsächlich alle vier Katzenbabys vermittelt. Zu Willi, der jetzt bei Loretta und Markus wohnt, werde ich den Kontakt nicht verlieren, und vermutlich auch nicht zu Nelly, die ein liebes Zuhause nur wenige Kilometer von Loretta und Markus entfernt gefunden hat; ich bin nämlich eingeladen, sie zu besuchen, und das werde ich auch tun!

 

Der Bus war gepackt, alle frostgefährdeten Lebensmittel befanden sich im Erdkeller, mäusegefährdete hatte ich mäusesicher untergebracht, meine Kartoffeln bei Victoria gebunkert, das Haus war sauber und aufgeräumt. Es war der 08.November. Für den folgenden Morgen (viel zu früh!) war die Fähre gebucht, die nur einmal täglich fuhr. Diesmal ab Trelleborg, weil ich auf dem Weg zum Zahnarzt noch Freunde in der Nähe von Sassnitz besuchen wollte. Ich freute mich, daß ich tatsächlich pünktlich loskommen würde, drehte den Schlüssel im Zündschloß- aber der Bus sprang nicht an. Ich versuchte es noch einige Male. Vergeblich. Das Ding wollte nicht starten. Panik brach bei mir aus. Ich hatte doch noch nie eine Batterie überbrückt! Ich rief Dieter an, der zwei Kilometer entfernt wohnt, und er kam mir umgehend zur Hilfe. Wir überbrückten, und der Bus sprang an.

 

Ich fuhr zur Werkstatt: Geschlossen wegen Lunch. Ungeduldig wartete ich mit laufendem Motor. Mir konnte tatsächlich kurzfristig geholfen werden. Meine Batterie war nicht mehr gut, und die kalten Nächte hatten ihr den Rest gegeben. Ich bekam eine neue Batterie eingebaut und war erstmal 2.000 kr los. Das tat weh!

 

 

Irgendwann im Dunkeln kam ich in Trelleborg an, suchte mir einen Parkplatz und verbrachte eine schlaflose Nacht. Es war zu laut, ich war zu nervös, Lisa mußte zweimal raus. Todmüde ging ich lange vor meiner normalen Aufstehzeit eine Runde mit den Hunden und begab mich dann zum Schiff.

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Lernen, Ausbildung, Kurse

Dieser Herbst steht im Zeichen des Lernens. Die Kätzchen lernen die Welt kennen. Ich selbst nehme an einem EU- Projekt teil, das Aus- und Fortbildungen für Kleinunternehmer ermöglicht, in dessen Zusammenhang ich viele spannende Kurse belege. Dann ist da noch der Pilzkurs, damit ich mich bald trau, allein Pilze sammeln zu gehen. Edda lernt soziales Verhalten: Stadtspaziergänge, Hundetreffen mit anderen unerzogenen Hunden, und heute zum ersten Mal Hundeplatz. Lisa, der es zwischenzeitlich wieder schlechter ging und heute dann doch wieder besser, rannte begeistert durch den Agilitytunnel, absolvierte die Slalomstangen fast fehlerlos und versuchte sich dann am A- Hindernis. Da kam sie aber nicht mehr hoch, blieb auf der Hälfte hängen, so daß ich ihr helfen mußte, meiner alten Dame. Tja, und Edda... sie sorgte für Aufruhr. Ist halt sowas nicht gewohnt. Wir sind aber auf gutem Wege, und morgen Vormittag geht es zum Hundetrainer, vielleicht bekomme ich dann noch einige Tips mit auf den Weg.

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Vierbeinige Geschichten

Die Sorge um Lisa ließ nach, da sie das schlimmste hinter sich hatte. Ich hatte wieder Augen für andere Dinge- und stellte zu meinem Entsetzen fest, daß Fini unglaublich dick geworden war. Sie hatte doch wohl nicht?! Doch, sie hatte! Ich weiß bis heute nicht, wo sie den Kater hergenommen hat, aber am 16. September bekam sie vier wunderschöne, süße Katzenbabys. Und zwar auf dem Sessel im Wintergarten. Jetzt suche ich ein neues Zuhause für die Bande und hoffe, daß ich sie alle unterbekomme. Obwohl ich überlege, ob ich nicht das schwarz- weiße Mädchen behalte. Das hat es mir nämlich irgendwie angetan.

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Die Verwandlung

Superstolz bin ich. Und freue mich immer noch, wenn ich den Bus ansehe. Der vordere Teil ist gemalt, und die Farbe ist einfach nur toll! In der Beschreibung stand ja, es sei ein mattes Rot, aber ich finde, es glänzt ganz herrlich! Ok, die Farbe deckt nicht überall. Und sie ist nicht ganz gleichmäßig aufgetragen. Nächstes Jahr rolle ich noch einmal drüber, damit es perfekt wird. Aber seid ehrlich: Sieht er nicht bereits jetzt schon toll aus?!

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Leise Panik...

...schleicht sich ein. Die beiden Wwooferinnen aus Süddeutschland, die heute zu mir kommen wollten, haben abgesagt. Nun stehe ich allein da mit viel Arbeit, die noch im Herbst erledigt werden muß! Die übliche Herbstpanik, eigentlich nichts neues, aber wenn man mit tatkräftiger Unterstützung gerechnet hat und sie dann nicht bekommt, läßt sich das nicht vermeiden. Aber wir haben ja erst Anfang September, also noch einige Wochen Zeit, bevor der Frost kommt.

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Verletzung und Erdbeben

Noch während ich das Messer schwang, war mir klar, daß das eine dumme Idee war. Da war es dann aber auch schon passiert: Ich schnitt mich ganz gewaltig in einen Finger. Es war zu hantieren, ich fand mein Verbandsmaterial auch relativ fix (hatte ich wegen der vielen Wwoofer hervorgekramt) und konnte mich verarzten. Aber ein Gedanke drängte sich auf: Was tun, wenn mal etwas schlimmeres passiert? Ich wohne allein im Wald, wer hilft mir, wenn tatsächlich mal alles daneben geht? Vorsichtiger sein, ganz wichtig, ich muß noch vorsichtiger sein!

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Lisengenesung, Busrettung und Regen

Lisa befindet sich auf dem Weg der Besserung! Die Medikamente haben angeschlagen, und zugenommen hat sie auch wieder. Und zwar so sehr, daß die Tierärztin sich vergewisserte, daß die Waage richtig eingestellt war! Hat es sich also gelohnt, daß ich sie ständig mit Hühnchen gefüttert habe!

Bei Gebärmutterentzündungen ist es aber leider so, daß die Wahrscheinlichkeit, daß eine einmal erkrankte Hündin es mit den nächsten Läufigkeiten wieder bekommt, sehr hoch ist. Ich werde mein Lischen daher sehr genau beobachten, wenn sie wieder läufig ist und  regelmäßig ihre Temperatur kontrollieren, um schnell reagieren zu können. Gebärmutterentfernung kommt nicht infrage, da sie zum einen die Epilepsie im Gepäck hat und zum anderen schon ziemlich alt ist. Das möchte ich ihr nicht zumuten, und außerdem ist die Frage, ob sie aus der Narkose wieder aufwachen würde.

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Was tun?

"Was mache ich falsch?", fragte mich Olivia. Ja, was soll ich dazu sagen... Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Blogeintrag schreibe, aber es ist eben nicht alles lustig und toll, und manchmal bekommt man Wwoofer, mit denen es nicht paßt. Und Olivia war so jemand. 

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Licht und Schatten

Während ich kopflos hin und her rannte, Hühnchen kochte, zerlas und Lisa ständig damit fütterte, ihr Flüssigkeit einflößte, regelmäßig ihre Temperatur maß und ihren Zustand kontrollierte, eine Expresslieferung eines homöopathischen Mittels von Deutschland hierher organisierte, mich im Internet schlaulas, meiner Tierheilpraktikerin und auch der Tierärztin auf die Nerven fiel und zerstreut ständig vergaß, was ich eigentlich machen wollte, bauten Mareike und Miriam für Lisa eine behindertengerechte Arthrosetreppe.

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Kranke Herzensdame!

Lisa ist krank. Und diesmal richtig. Ihr geht es ja immer mal nicht gut, und ihr Appetit war schon immer sehr wechselhaft, und deshalb bin ich es ja gewohnt. Wollte mich nicht gleich verrückt machten. Aber dann wurde ihre Blutung gegen Ende der Läufigkeit stärker. Sie war einige Tage länger läufig als normal. Ich begann, mir richtig Gedanken zu machen. Und dann hörte die Blutung auf. Lisa hatte aber wenig Energie. An einigen Tagen ging es ihr nicht gut, ohne daß ich näher beschreiben konnte, was los war. Und dann stellte ich am Donnerstag Abend fest, daß die Blutung nach einer Woche Pause wieder eingesetzt hatte. Natürlich habe ich für Freitag keinen Termin mehr beim Tierarzt bekommen. Wir fuhren an den Gryten, den sie ja liebt, und ich stellte einmal mehr fest, daß Lisa ziemlich kraftlos ist. Als wir wieder zuhause waren, entdeckte ich, daß sie jetzt zusätzlich zur hellroten Blutung noch einen weißen, dicken Ausfluß hatte. 

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Abschied

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Von Wwoofis und Tieren

Die Mädels wollten gern Victorias Schafe kennenlernen, und so packten wir etwas Kuchen ein (selbstgemachter Johannisbeer- und Rhabarberkuchen, frisch aufgetaut) und begaben uns auf den Weg quer durch den Wald. Jessy hatte Geburtstag, sie wurde sechs Jahre alt, und so brachten wir ihr zu ihrem Entzücken ein Ständchen! 

Die Schafe mit ihren Lämmern eroberten sofort die Herzen meiner Wwoofis, und am liebsten hätten sie das eine oder andere Kuscheltier mit nach Hause genommen. Allerdings wäre dann Edda vermutlich beleidigt gewesen, und so durften die Lämmchen bei Victoria bleiben.

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Abwechslungsreiches Wochenende

Während die Mädel an der Außendusche zimmerten, bekam ich spannenden Besuch: Tomas und seine Mutter besuchten mich und brachten alte Fotos meines Häuschens und des Grundstückes mit. Von 1972 bis 1982 wohnten sie nämlich in den Ferien hier! Damals sah alles vollkommen anders aus, immerhin ist hier allein in den vergangenen fünfzehn Jahren echt viel passiert, aber die beiden haben Erinnerungen, die noch viel weiter zurückreichen! Gemeinsam wanderten wir über das Grundstück und suchten unter anderem einen Stein, in den Tomas als Kind seine Initialen geritzt hatte. Mir wurde gezeigt, wo damals der Kartoffelacker lag, und begeistert hörte ich mir Geschichten von damals an. Und ich versprach Tomas, mir genau anzusehen, ob noch Reste seines Baumhauses in der hohen Kiefer zu finden sind, die ich im Herbst fällen lassen werde.

Nur einige hundert Meter von hier befindet sich übrigens eine sieben Meter hohe Klippe, die von den Kindern damals als Cowboy- und- Indianerspielplatz gedient hatte. Heute wird sie vom Wald versteckt, aber ich muß mich unbedingt mal in das Dickicht schlagen und sie suchen! 

 

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Herrenbesuch! Und Wwoofer- Bauprojekt!

Einer der wenigen Männer, die sich auf unseren Mädelhof trauten, war Simon. Allerdings hatte er sich zur Sicherheit seine Neffen mitgebracht, so daß er auf moralische Unterstützung hoffen konnte. Nach einem erfrischenden Bad im nahegelegenen See schlugen er und seine Neffen zwei Zelte auf. Das Buffet wurde aus Platzgründen im Küchenfenster eröffnet, und da Simon etwas Wein aus Deutschland mitgebracht hatte, genossen wir lieblichen Weißwein und etwas herberen Rotwein zum Essen.

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Selbst sind die Frauen!

Ich hatte ja nochmal skeptisch auf die Achse des Skodas geblickt, nachdem ich die fünf Mädels ins Auto gepackt hatte: Magdalena, Theresa, Katha, und natürlich auch Lisa und Edda. Der Anhänger war fachmännisch mit der Anhängerkupplung verbunden worden, aber da die hinteren Federn gebrochen sind, war ich etwas unsicher, ob das alles so hinhauen würde. Und tatsächlich ächzte der Skoda bedenklich, nachdem wir den Anhänger noch mit Schwartenbrettern voll beladen hatten, die ich von einem Freund bekommen hatte. Welche geiles Gefühl: Ich schlüpfte in meine Motorsägenkluft, schmiß die Maschine an und sägte die Schwartenbretter auf Länge, so daß sie in den Anhänger paßten. Die Mädels halfen beim Ausmessen und Aufladen, und auch die Sache mit den Spanngurten klappte einwandfrei! Stolz blickte ich durch den Rückspiegel auf den voll beladenen Anhänger. Wenn nur der Skoda nicht diese merkwürdigen Geräusche von sich gegeben hätte... aber glücklicherweise übertönte oft unser Geschnatter und Eddas Geschnaufe die beunruhigenden Laute.

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Theresa berichtet

“Ich frag mich manchmal wirklich, warum die Leute hier zu mir kommen, ich bin ja so ganz alleine im Wald mit meinen zwei Hündinnen?!“ - Katha, Magdalena und ich wissen, warum sich immer wieder Wwoofis dazu entscheiden, in Cordulas wunderschönem, kreativ gestaltetem und gemütlichem Heim zu gastieren!
Eine rustikale, naturverbundene, bodenständige und tierliebende Atmosphäre genossen wir in unserem Arbeitsurlaub der letzten Woche!
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Der Mädelhof

Nur die mutigsten Männer trauen sich momentan hierher, und das hat seinen Grund: Pure Frauenpower! Da erzittert jedes tapfere Männerherz! Magdalena und Theresa kommen aus der Steiermark, Katha aus der Nähe von Bielefeld. Wie gut, daß ich mit dem österreichischen Dialekt ein wenig vertraut bin, denn so kannte ich Begriffe wie "Scheibtruhe" und "da" statt "hier" bereits...

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Es knackt!

Ich war ziemlich irritiert und konnte es überhaupt nicht zuordnen, dieses Knacken. In unregelmäßigen Abständen, aber innerhalb einer Minute mindestens zehnmal: Knack. Knack. Knack. Mal hier, mal dort im Gebüsch. Und dann kam ich dahinter: Es sind die reifen Lupinensamen, die sich öffnen! Knack, knack- und irgendwann fallen die Samen zu Boden. So lange ich hier schon wohne, dieses Knacken habe ich noch nie gehört. 

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Wassermangel?

Noch vor zwei Jahren hätte es niemand für möglich gehalten, daß in Schweden einmal Wasserknappheit herrschen würde. Letztes Jahr jedoch ging es los, und in diesem Jahr geht es weiter. Brunnen trocknen aus, der Wasserstand der Seen sinkt, die Menschen rufen nach Regen- der in Deutschland fällt, und dort in unglaublichen Massen. Irgendwie folgerichtig, finde ich, denn wir haben seit Jahrzehnten den Hochmut besessen, unser Trinkwasser durch die Verwendung von Wassertoiletten zu verschmutzen. Jetzt bekommt Deutschland genug Wasser, um sich Wassertoiletten auch leisten zu können, und wir sitzen auf dem Trockenen.

Bisher blieb ich vom Wassermangel verschont. Der Teich bietet trotz sinkendem Wasserpegel immer noch genug Wasser zum Bewässern meiner Beete. Meine beiden großen Wasserkanister bergen insgesamt 2.000 l Wasser- allerdings stellte ich heute fest, daß Tank Nummer 1 nur noch etwa 200 l Wasser hatte, und so war ich zum ersten Mal gezwungen, Wasser von Tank 2 in Tank 1 zu pumpen, damit ich Wäsche waschen konnte. Und ich traf die Entscheidung, den dritten Tank, den ich noch stehen habe, doch noch in diesem Jahr an die Dachrinne anschließen. Besser ist das!

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So gut wie allein

Jetzt werde ich für die nächsten Tage allein auf meiner Frühstücksterrasse sitzen und mein Käffchen trinken... Kristin ist gestern abgereist, und auf einmal ist es ruhig geworden. Ok, nicht ganz ruhig, Carsten trudelte gestern noch für zwei Tage ein, aber der packt nur noch letzte Sachen in den Umzugswagen, und dann ist er auch weg. Denn er hat die Entscheidung getroffen, sein Schwedenabenteuer zu beenden. Für mich persönlich absolut nicht vorstellbar, nach Deutschland zurück zu gehen, und zum Glück kann ich auch hier bleiben in meinem kleinen Paradies!

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Überraschende Campinggäste

Eigentlich wollten sie auf den Naturcampingplatz in Snåret, aber der existiert ja nicht mehr. Was nichts daran ändert, daß die Info immer noch online ist und mich regelmäßig Interessenten anrufen- erst vor zwei, drei Wochen die Berliner Stadtmission, die mit sechsundzwanzig Jugendlichen auf meinem früheren Hof einfallen und campen wollten. Stefan und Kyrill erwischten uns in unserer Nachmittagskaffeepause, als ich ihnen eröffnete, daß es nichts mit Campen dort oben im Värmland wird. Stattdessen bot ich ihnen an, ihr Zelt hier auf meiner Wiese aufzustellen. Sie schauten sich kurz Schwedenleben.com an, und nach bereits fünf Minuten riefen sie an und sagten zu. Wie groß war meine Überraschung, daß sie bereits wenige Stunden später zu uns kommen wollten! Kristin schaute mich mit großen Augen an. Und dann fragte sie: "Meinst du, wir können sie bitten, mir Zigaretten mitzubringen?!" Denn ihren Tabak hatte sie bereits am Sonntag verloren, vermutlich am Skagern, und bis zum nächsten Laden ist es dann doch zu weit, um mal eben Nachschub zu besorgen. 

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Kaffee am Skagern

Es war supertolles Wetter angesagt, und so standen Kristin und ich heute etwas früher auf, um in aller Ruhe am Skagern Kaffee trinken zu können. Um kurz nach acht waren wir da, und nachdem wir unsere Stranddecke ausgebreitet hatten, tranken wir erst einmal ein Käffchen. Die Hunde tobten, Lisa setzte ihren Augenaufschlag ein, um einen Tannenzapfen, den sie gefunden hatte, ins Wasser geworfen zu bekommen, und dann jagte Edda auch noch Enten, die aus dem Schilf aufflogen, so daß ich gezwungen war, sie aus ihrem Verfolgungswahn und dem Wasser herauszuholen. 

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Wwoofer- Wechsel

Da geht sie dahin, unsere Emma, und radelt einfach weiter und weg von uns! Wie gut, daß Kristin vorgestern angekommen ist, denn so konnte sie ihr erklären, wie man Bälle für Lisa versteckt und die vielen Tomaten, Gurken und das andere Gemüse gießt. Kristin übrigens fühlt sich im Wohnwagen so wohl, daß sie gar nicht ins Gästehaus umziehen wird. Da hat sich der Arbeitseinsatz also gelohnt! Einen ganzen Tag habe ich den Wohnwagen von innen sauber gemacht und Gardinen und Bezüge gewaschen und sogar angefangen, ihn von außen ordentlich zu reinigen. Zumindest eine Seite, die anderen haben dann Emma und ich geschrubbt, bevor Kristin kam, und jetzt glänzt er wieder fast wie neu!

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Ausflug

Herrlichstes Wetter! Heute früh hielt es uns nicht lang auf unserer Frühstücksterrasse. Wir schnappten uns die Hunde und machten einen Ausflug zum Skagern. Dort tranken wir Kaffee und heißes Wasser (nein, kein Tee, aber Emma liebt es), und ich spielte mit Lisa und Edda am Wasser. Die beiden waren total begeistert von unserem Ausflug, und auch Lisa vergaß mal wieder, wie alt sie eigentlich ist. Trotz Toben und Herumrennen und ins Wasser springen, dem Tannenzapfen hinterher, humpelte sie hinterher nicht. Danke, Ihr Blutegel!

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Es geht los!

So glücklich war Lisa lange nicht mehr: Es werden so viele Bälle versteckt wie seit unserem Wwoofer- Sommer vor fünf Jahren nicht mehr! Während Emma uns neue Beete baut, wird sie von Lisa regelrecht belagert, die ständig ihren hypnotischen Blick einsetzt, um den nächsten Ball versteckt zu bekommen. Auch Edda ist glücklich: Endlich noch jemand, der sie ausgiebig krault! Davon kann sie genauso wenig genug bekommen wie Lisa von versteckten Bällen. Ja, und ich bin auch überaus glücklich, denn zum einen geht es hier unglaublich voran, und zum anderen haben sich noch viele andere tolle Wwoofer und Workawayer bei mir gemeldet, die gern eine Zeitlang bei mir wohnen und mit mir zusammen hier auf dem Hof arbeiten wollen. Bald wird es hier richtig rundgehen! Juchhu!

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Sommer

Eigentlich war ich ja mit dem Vorsatz in diesen Sommer gestartet, in diesem Blog regelmäßig, gern zwei- oder dreimal per Woche, etwas zu schreiben. Und nun sind schon wieder die Wochen ins land gezogen, und Ihr habt nichts von mir gehört... ich komme einfach nicht zum Schreiben! Viel zuviel zu tun! Es macht aber auch unglaubliche Freude, sein eigenes Reich zu gestalten, im Garten zu arbeiten oder einfach nur zu genießen!

Seit Freitag habe ich Hilfe auf dem Hof: Emma ist aus Göteborg zu mir geradelt, um einige Zeit lang gemeinsam mit mir zu leben und mir bei den anfallenden Arbeiten zu helfen. Seitdem geht es richtig voran! Und wie herrlich, in der Küche für Ordnung sorgen zu können, Rechnerarbeit zu erledigen oder eine Massage zu geben und zu wissen, daß gleichzeitig auch draußen im Garten einiges passiert! Das entspannt doch einiges! Und so kann ich jetzt hier sitzen und zumindest einige Sätze schreiben. Danke, Emma!

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Mittsommer!

Ich bin immer noch ganz kaputt von gestern, aber einen Blogbeitrag möchte ich auf jeden Fall schreiben. Das gibt mir auch einen willkommenen Grund, den großen Abwasch noch einige Minuten ruhen zu lassen...

Gestern war Mittsommer. Um zwei Uhr fand die Mittsommerfeier in Finneröjda statt. Diana, Daniel und ich fuhren gemeinsam dorthin, Simone und Carsten mit ihren Kindern fuhren selbst.

Letztes Jahr hatte ich gesagt "Vielleicht nächstes Jahr", als ich gebeten wurde, die deutschen Gäste auf deutsch zu begrüßen, und als ich dieses Jahr gefragt wurde, ob ich es machen würde, fühlte ich mich wieder nicht bereit dazu und vertröstete auf nächstes Jahr. Ich mache ja eine zweijährige Fortbildung, und im Rahmen dieser Fortbildung gibt es auch eine Ausbildung, die das Sprechen vor Gruppen beinhaltet; falls das Seminar im Herbst wiederholt wird, werde ich es vermutlich belegen- um dann im nächsten Jahr nicht wieder auf das darauffolgende vertrösten zu müssen...

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Vorbereitungen aufs Mittsommerfest

Und wieder ein arbeitsreicher Tag! Ich schlug mich mit meinem neuen Rechner herum (wie kann es sein, daß ich ein Programm installiere, es dann nicht finde, und als ich es noch einmal installiere, plötzlich alles da ist?!), beseitigte das Chaos in der Küche und kochte, und dann trafen auch schon Diana und Daniel ein, um mir noch etwas im Garten zu helfen, denn es soll schön aussehen, wenn wir morgen nach der Feier in Finnerödja unser eigenes Fest haben!

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Sommeranfang

Heute früh gegen halb sieben war Sonnenwende, und deshalb entzündete ich mein Sonnwendfeuer gestern Abend kurz vor Sonnenuntergang. Der Kalender läutet damit den Sommeranfang ein, und mit dem Mittsommerfest, das am Wochenende begangen wird, beginnt hier in Schweden die Urlaubszeit. Für mich ist die Sommersonnenwende immer mit ein wenig Wehmut verbunden, denn ab jetzt wird es wieder dunkler, und in nur drei Monaten ist dann bereits die Herbsttagundnachgleiche... 

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Politisch korrektes Verbandsmaterial

Heute war ich beim Fädenziehen, und entgegen aller Erwartungen sah die Naht gut aus. Ich hatte ja Bedenken, weil ich mich nicht ganz an die ärztlichen Anweisungen gehalten und trotzdem gearbeitet und immer erst dann damit aufgehört hatte, wenn die Naht anfing, zu ziepen. Jedenfalls wurde mir dann die Empfehlung gegeben, mehrere Wochen lang Chirurgentape auf die Naht zu kleben, damit sie besser hält und schöner zusammenwächst. Und ich wurde extra darauf hingewiesen, daß es dieses Tape in weiß und in braun gibt.

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Freizeit

Nach einer arbeitsreichen Woche und einem ebenso arbeitsreichen Wochenende entschied ich mich heute früh, mir den Vormittag frei zu nehmen. Die Sonne schien, es war warm, wenn auch etwas windig, und so schnappte ich mir Lisa und Edda und fuhr mit ihnen an den Skagern. Dort waren wir lange nicht mehr gewesen. Beide tobten ausgelassen am und im Wasser umher.

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Es kommt Fahrt in den Sommer

Es wird wärmer. Sollte der Sommer endlich kommen? Auf jeden Fall blühen die Lupinen, und das ist ein eindeutiges Zeichen für Sommer! Und ja, der Baumstamm im Vordergrund wird noch aufgesägt. Allerdings habe ich mich mit meiner kleinen Motorsäge vergeblich bemüht, den dicken Stamm zu zerlegen, da muß größeres Gerät ran!

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Das fliegende Gewächshaus

Nachdem das Gewächshaus bereits kurz nach dem Aufbau auf dem Rücken lag, hatten Kerstin und ich uns richtig Mühe gegeben, es diesmal ordentlich zu verankern. Kerstin holte schubkarrenweise den Pferdemist vom Haufen, und dann bepflanzte ich es mit Tomaten, Gurken und einer Physalispflanze. Immer wieder sah ich besorgt zum Gewächshaus, denn es pustete immer mal wieder relativ kräftig. Das Gewächshaus jedoch hielt stand. Dienstag Abend sagte sie dann ruhige Windstärke 2 für den Folgetag an, und ich atmete auf.

Am nächsten Tag jedoch hatten die diensthabenden Meteorologen festgestellt, daß sie sich geirrt hatten und revidierten ihre Einschätzung des Wetters. Und diesmal hatten sie Recht: Windstärke 7 mit starken Böen, Regen, Sturm! Und es kam, wie es kommen mußte: Mein Gewächshaus flog mir davon! Entsetzt schaute ich nach meinen Pflanzen, die das ganze aber doch relativ unbeschadet überstanden hatten. Eine Tomatenpflanze war abgebrochen, der Rest lebte und sah gar nicht mal so schlecht aus!

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Einmal klonen, bitte!

Hier in Schweden ist es so, daß Blut-, Zell- und Gewebeproben, die vom Arzt entnommen werden, in der nationalen Biobank aufbewahrt werden, wenn man nicht Widerspruch dagegen einlegt. Sie werden dann u.a. für die Forschung verwendet. Um dies zu verhindern, muß man den sogenannten Nej- Talong ausfüllen. 

Daß Forschung überaus unethisch sein kann, Ethikkommission hin oder her, wissen wir, und ich habe wenig Lust, mit meiner DNA und meinem Gewebe dazu beizutragen.  

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Arbeitsverbote

Vor anderthalb Jahren etwa war ich zum Hautscreening, weil ich doch eine ganze Menge Leberflecke auf dem Rücken habe. Über einen der Leberflecke haben sie fleißig diskutiert, die beiden Screener, und dann entschieden, daß alles ok ist. Vor wenigen Wochen war ich noch einmal zum Screening, weil mein Osteopath mir sagte, ich solle doch vielleicht lieber jemanden den dunklen Flecken ansehen lassen. Und diesmal fiel das Urteil anders aus: Wegschneiden!

 

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Premiere!

Ok, so hundertprozentig Premiere war es nicht, immerhin hatte Sture, als er irgendwann Ende April einige Bäume fällte, mir meinen neuen Helm aufgesetzt und mich dazu verpflichtet, meine bis dahin neue und unbenutzte Stihl zum ersten Mal einzusetzen. Ich entastete ein, zwei Minuten lang, das war dann auch schon alles. Vorgestern war es dann "richtig" soweit: Ich zog mir meine Motorsägenkluft an und sägte die ersten Stämmchen! Meine Güte, war ich stolz! Dann fuhr ich das Ding jedoch während der Arbeit leer, und nach dem Tanken wollten sie nicht mehr anspringen. Es dauerte eine ganze Zeit, bis ich sie wieder am Laufen hatte. Ich habe zwar die zweitkleinste Stihl (ich selbst bin ja auch nicht die größte, von daher paßt das schon), aber Muskelkater im linken Unterarm (!!) habe ich bereits, und auch meine linke Schulter zeigt mir deutlich, daß sie diese Art von Arbeitseinsätzen nicht gewohnt ist. Na, das wird sich ändern!

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Hilfe im Garten!

Ich hatte sie ja heiß ersehnt, meine erste Workawayerin, und dann war sie endlich da! Gleich am ersten Tag lernte sie Giersch kennen, dieses furchtbare Kraut, das die einen gern essen und die anderen,  zu denen ich mich zähle, verfluchen. Der Teil des Küchengartens, der aus Palettkrägen besteht, ertrank in einer Flut aus Giersch, und gemeinsam rückten wir dem zuleibe. Viele Gänge zum Kompost später sah der Garten wieder richtig toll aus! Allein hätte ich ewig dafür gebraucht! Aber leider, leider: Er ist unverwüstlich, und so habe ich bereits heute schon wieder zupfen dürfen...

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Frühling!

[Cordula] Fünf Monate sind seit dem letzten Blogeintrag vergangen, und es ist eine Menge passiert. Zum einen werde ich diesen Blog jetzt allein mit Erlebnissen, Erfahrungen und Gedanken füllen.  Und zum anderen ist endlich Frühling! Es hat ja lange gedauert, mit spätem Schnee zu Ostern und auch noch Ende April, und dann kamen da noch einzelne Flocken vor zwei Wochen vom Himmel geschwebt... 

Es ist so viel passiert und im gange, daß ich gar nicht weiß, womit ich anfangen soll. Was wollt Ihr lesen, was interessiert Euch? Also, auf jeden Fall sollt Ihr wissen, daß heute meine erste Workawayerin bei mir eintrudelt. Sie heißt Kerstin, ist Deutsche, und will nach Schweden ziehen. Ich bekomme endlich Hilfe mit den vielen Arbeiten, die hier anstehen, und vielleicht wird in Zukunft sogar der Rasen regelmäßig gemäht... auch dafür ist es nämlich höchste Zeit!

Die Deklarationen sind durch, die Mehrwertsteuer des ersten Quartales auch, und ich habe nicht mehr so viel im Büro zu tun. Jetzt bricht Gartenzeit an! Ich wünsche uns allen ein sonniges Jahr mit viel Wärme!

Der weiße Vierbeiner auf dem Foto ist übrigens Edda. Sie und auch Lisa waren bereits mehrfach baden. Wie ich es liebe, wenn sie naß und schlammig durchs Haus laufen... aber ich bin ein Verfechter der offenen Türen, und da ist das halt einfach so!

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Schnee!

[Cordula] Erst hieß es, es solle schneien. Dann hieß es, es solle doch nicht schneien. Und als die Flocken dicht an dicht vom Himmel schwebten, meinte die Wetterseite, es solle doch schneien. Ja, das konnte man deutlich sehen! Schnell war die Welt unter einer weißen Decke verborgen und glitzerte im Licht der Wintersonne. Gut, daß wir gestern noch den großen Julbock bekleidet haben, der bei uns bestellt worden war. Gestern vormittag war der große Tannengrünhaufen zwar verfrostet und naß, aber immerhin schneefrei. Zwei weitere Julböcke sind noch bei uns bestellt, und ich hoffe, daß wir sie morgen bekleiden können. Momentan macht das wenig Sinn.

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Die Hausbedroher und die Julböcke

[Cordula] Ich mochte sie wirklich gern, die beiden hohen Kiefern und auch die frühblühende Weide direkt an unserem Häuschen. Und da ich sie so gern mochte, verschloß ich meine Augen vor der Gefahr, daß sie durch einen Sturm aufs Haus fallen könnten. Dann vor einem Jahr der Schock: Ein Sturm fegte über das Land- und die Spitze der großen Fichte, die direkt am Haus steht, brach ab. Fünf Meter Baum, die glücklicherweise neben das Haus fielen, und nicht darauf. Im Sommer dann begannen die Zweige, braun zu werden. Ein riesiges Wespennest wurde in den absterbenden Zweigen gebaut. Die Weide ächzte und stöhnte bei jedem stärkeren Wind. Irgendwann war mir klar: Das geht so nicht mehr. Die Bäume müssen weg. So sehr ich sie auch mag.

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Lisa beim Osteopathen

[Cordula] Mein Osteopath begleitet mich seit Jahren. Und seit Jahren möchte ich mit Lisa zu einem Osteopathen, was aber einfach nicht geklappt hat. Leider kam ich erst vor wenigen Wochen auf die Idee, Benny zu fragen, ob er auch Hunde behandelt. Eigentlich hatte ich keine Hoffnung auf ein Ja- aber ich bekam eine Zusage! Da ich für mein Lischen alles tu, buchte ich einen Termin für sie. Im Anschluß an meine Behandlung sollte Lisa dran sein, und Benny wollte mir zeigen, wie ich sie zuhause behandeln kann, damit es ihrer Hüfte und ihrem Vorderlauf besser geht. Und so lag Lisa dann auf der Behandlungsliege und ließ Bennys Behandlung und meine Bemühungen, alles richtig zu erlernen, geduldig über sich ergehen. Noch muß ich mich etwas koordinieren, aber ich bin fest entschlossen, ihr regelmäßig eine Behandlung zu geben, damit sie noch weniger Schmerzen hat und wieder fröhlich umherspringen kann.

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Rezensionen und Besprechungen

[Cordula] Juchhu! Wwoof Österreich hat eine wunderschöne Buchvorstellung meiner beiden Bücher veröffentlicht, und zwar im Sommerrundbrief. Ich habe mich unglaublich darüber gefreut. Zudem habe ich durch den Kontakt zur Organisationsleitung Marion Wiesler kennengelernt, die selbst Schriftstellerin ist. Ihr erster Roman "Culm 27 v. Chr" spielt bei den Kelten kurz vor der Zeitenwende. Zudem ist sie Erzählerin und hält damit eine alte Tradition aufrecht: Das Erzählen von Geschichten. Unter anderem wird sie auch auf dem Erzählfestival am Kulm Anfang November dabei sein. 

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Egelei & Schlachtfest!

[Cordula] Diese Woche floß bei uns zweimal Blut. Einmal am Donnerstag, denn da kamen unsere neuen Familienmitglieder zum Einsatz. Workaway- Aaron bekam ihre Ankunft am Mittwoch noch mit. Zwar saß er schon halb im Auto, weil er zum nächsten Hofprojekt fahren wollte, ließ sich das Spektakel der Eingliederung jedoch nicht entgehen. So war er dabei, als das Aquarium mit einer Mischung aus Teich- und Regenwasser befüllt und unsere medizinischen Blutegel dort hineingesetzt wurden. Irgendwie sehen sie ja eim bißchen wie Nacktschnecken aus, aber sie sind erheblich schneller! Hin und her schossen sie, und zwei von ihnen verließen erstmal das Wasser und saugten sich am Glasdeckel fest!

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Großes Ziel: Heilung

[Cordula] Ich muß es wohl geahnt haben: Im Frühjahr hatte ich mir zwei Pflanzen Arnica Montana bestellt, da es sich hierbei um eine sehr wichtige Heilpflanze handelt. Ebenso wie Beinwell, von dem ich immer mindestens eine Pflanze im Garten wuchern habe, seit ich vor vielen Jahren feststellte, wie unglaublich wirksam ihre Wurzel ist. Hier auf dem Foto ist der Beinwell rechts im Vordergrund zu sehen.

Meine beiden Arnikapflanzen fühlen sich richtig wohl und sind fleißig dabei, sich zu vermehren. Den ganzen Sommer über freute ich mich über ihre leuchtend gelben Blütenköpfe. Selbst jetzt haben sie noch Knospen, die sich bald öffnen werden. 

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Bärtige Erdäpfelernte!

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Der erste Tag

[Cordula] Anfang des Jahres öffnete eine neue Trainingshalle hier im Ort. Ich nahm mir vor, zu fragen, inwieweit die Möglichkeit bestünde, daß ich dort einen Raum mieten kann, um meine Healingmassagen dort durchzuführen. Das wäre einfacher als die Hausbesuche, die ich momentan mache. Dann kam ich jedoch nicht dazu, war krank, es ging mir nicht gut. Ich schob die Anfrage vor mir her. Um dann auf Fb zu lesen, daß dort ab Frühjahr sowohl ein Naprapat als auch eine Masseurin praktizieren würden. Zu spät, dachte ich mir, Chance vertan. Das Schicksal wollte es jedoch anders.

Kurz darauf lernte ich diese Masseurin auf einem privaten Fest kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb gut und vereinbarten, daß wir Massagen tauschen würden. Denn wir beiden geben zwar Massagen, bekommen jedoch selbst nie eine!

Und zudem einigten wir uns darauf, daß ich als Untermieterin bei ihr einen Tag pro Woche massieren würde. Mittwochs sollte es sein, ab September.

Gestern war es dann soweit. Es war der erste Mittwoch im September, und ich erwartete meine erste Kundin um halb drei und war rechtzeitig vor Ort, um den Raum vorzubereiten. Ging dann noch auf Toilette, wollte wieder hinein- verschlossen! Und der Schlüssel lag auf einem Schränkchen im Raum. Unerreichbar für mich. Ich bekam einen Schock. Mit sich selbst verschließenden Türen rechnet man nicht im Haus. Ich jedenfalls nicht. Und so stand ich da vor verschlossener Tür und konnte es gar nicht fassen.

Glücklicherweise war der Betreiber des Lokals ausnahmsweise anwesend. Er ist sonst so gut wie nie da, aber gestern saß er in seinem Büro und konnte mir die Tür mit seinem Schlüssel öffnen. Alles nochmal gut gegangen! Aber was für ein Schreck an meinem ersten Tag in meinem neuen Lokal!

Ich gab dann eine herrlich entspannende Healingmassage und entließ eine sehr zufriedene Kundin wieder ihrem Alltag. Aber meine Güte, was für ein Einstand!

 

 

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Bauernmarkt "Sannerud"

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Waldcamping "Lilla Björnfallet"

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Garten- Allerlei

[Cordula] Es hat ein wenig gedauert, bis unser Gemüse in die Gänge kam, aber momentan sind wir Selbstversorger aus dem Garten. Vorgestern beispielsweise gab es deftigen (aber fleischlosen) Eintopf mit eigenen Kartoffeln, Möhren, Pastinaken, Kohl, Salbei, Thymian, Schnittlauch, Zwiebel. Alles echt bio und ohne Plastikverpackung! Zum ersten Mal tragen auch unsere Beerenbüsche eine ansehnliche Anzahl Früchte, und so haben wir nicht nur Blau- und wilde Himbeeren gesammelt, sondern auch weiße und rote Johannisbeere sowie rote Stachelbeere. Immer dabei: Lisa und ihr Ball. Und da dieser der letzte seiner Art ist und leider nicht schwimmtauglich, habe ich für sie zwei neue Bälle aus Deutschland kommen lassen. Diese Naturkautschukbälle, die gleichzeitig die Zahnpflege unterstützen, habe ich hier nämlich noch nicht ausfindig machen können.

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Die Kanu-(Tor-)Tour!

Was gibt es schöneres, als sich bei halbwegs annehmbarem Wetter an der frischen Luft zu ertüchtigen....das haben wir uns zumindest gedacht, als wir unser Kanu aufgeladen haben....

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Surströmming und anderes Getier

[Cordula] Besuch aus Österreich. Mutiger Besuch. Denn: Thomas wollte unbedingt den traditionellen Surströmming essen. Das wollten Brigitte und Mike letztes Jahr auch, und Peter, der wußte, was die Nase und die Geschmacksnerven erwartet, war auf das schlimmste vorbereitet- das im vorigen Jahr gar nicht eintraf. Denn der Surströmming, den ich im Ica gekauft hatte, roch nicht schlimm. Traf nicht gerade meinen Geschmack, aber war nicht so eklig, wie ich es erwartet hatte.

Surströmming- das ist verrotteter Fisch. Und so riecht und schmeckt er auch. Was letztes Jahr schief gelaufen war, das kann ich nur erahnen, aber dieses Jahr war er, wie er sein sollte. Die nette Verkäuferin hat ihn mir extra aus dem Lager geholt, und erst zuhause stellten wir fest, daß er seit Februar abgelaufen war. Was aber unerheblich war, denn verrottet ist verrottet, oder? 

Ich weiß nicht, wer von beiden die Büchse öffnete, Peter oder Thomas, ich war gerade bei den Hühnern, als ich Ekelgeräusche und Entsetzensschreie hörte. In weiser Voraussicht, diese Sorte Surströmming kannten wir nämlich nicht, war die Dose der Pandora draußen geöffnet worden- glücklicherweise. Kurz nachdem die erstickten Schreie mein Ohr erreicht hatten, kam der Geruch bei mir an: Ekelig. Widerlich. Verrottung. Verwesung. Tagelang in der Sonne gelegener Kadaver, auf dem Fliegen ihre Eier gelegt haben und widerliche Larven und Würmer es sich gemütlich machen. Diesen Geruch muß man erlebt haben! Schwer legte er sich über das gesamte Grundstück.

Das Angebot, ihnen eine Wäschklammer für die Nase zu besorgen, lehnten die beiden Männer heldenhaft ab und versuchten, den Surströmming ganz traditionell zu genießen: Mit Polarbröd, Kartoffeln, Gräddfil- und für die Betäubung der Geschmacksnerven starkem Alkohol. Es nützte alles nichts: Beide brachen die Mahlzeit ab. Ich saß lachend daneben und löffelte meinen Bionaturjoghurt mit eigenen roten Stachel- und weißen Johannisbeeren.

Hühner fressen ja normalerweise alles. Ohne Ausnahme. Aber vor dem Surströmming, der in ihrem Auslauf landete, flüchteten selbst die hartgesottensten unter ihnen. Das war ihnen dann doch eine Nummer zu heftig. Mehr brauche ich nicht dazu zu sagen, oder?

 

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Frauenpower!

[Cordula] Bisher saßen unsere Puten immer auf den Fensterbrettern und schauten hinaus in die weite Welt, die von grünem Gras, warmen Sonnenstrahlen und Hühnern nur so wimmelte. Wie ich den Kackaspuren entnahm, die ich im Putenstall fand, hatte auch das eine oder andere Brahmaküken nachgeschaut, was das denn für merkwürdige Gestalten waren, die tagein, tagaus durch die Fenster blickten.

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Ein phantastischer Sommer!

[Cordula] Welch herrlicher Sommer! Eigentlich sollte ich den Papierkram beiseite legen und an den See fahren, bevor ich ab morgen für eine Woche zur Hundepension werde... Aber ich habe zu tun, und irgendwie plagt einen ja auch das schlechte Gewissen, wenn man es sich unter der Woche gutgehen läßt, das haben wir doch alle irgendwie in uns drin, oder? Für heute fällt daher der Ausflug aus, aber letztens habe ich mit Lisa einen Abstecher gemacht, und siehe da, meine alte Dame lebte richtig wieder richtig auf und wurde wieder ganz jung! Sie liebt Wasser und Strand, und daß sie nach zuviel Toben wieder humpelt, ist ihr egal. Spaß macht es jedenfalls, mit Frauchen den Strand zu erobern.

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Sonntagsausflug...

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Flügel stutzen

[Cordula] Seit fast drei Wochen wohnen sie jetzt bei uns: Unsere Puten. Und da sie sich hier allmählich richtig zuhause fühlen und nicht mehr in Panik ausbrechen, wenn sie uns sehen, sollen sie ab morgen in die Freiheit entlassen werden. Will heißen: Wir öffnen die Stalltür, und wen es hinauszieht, der darf draußen spazieren gehen. Die Sonne genießen. Den hoffentlich blauen Himmel. Und Gras unter den Füßen! Nun sind Puten ja dafür bekannt, daß sie fliegen können. Es gibt verschiedene Ansichten darüber, ob man ihnen die Flügel stutzen soll oder nicht, ob es überhaupt etwas bringt, oder ob man es vielleicht sein lassen sollte. Puten können aus dem Stand zwei Meter hoch springen, so daß der Zaun sowieso kein Hindernis für sie darstellt; da wir aber vermeiden wollen, daß sie auf Bäumen nächtigen, haben wir uns für das Stutzen eines Flügels entschieden. 

Da wir unsere Gäste gern einspannen und Peter heute noch einmal auf dem Rittermarkt in Hova steht, haben Eric und ich uns der Sache angenommen. Es startete mit dem heiteren Putenjagen. Das war mein Job, genauso wie das Festhalten des Federviehs auf meinen Knien. Natürlich wurde ich auch vollgestriezt und vollgekotet, war ja irgendwie klar...

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Besuch aus Österreich

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Regenzeit

[Cordula] Nachdem der Juni uns mit schönstem Sommerwetter beglückt hat, regnet es jetzt seit drei Tagen. Die Pflanzen benötigen es, warm ist es auch noch (könnte mir vorstellen, daß es schön wäre, auch im Winter nur mit T- Shirt bekleidet morgens die Hühner zu versorgen, aber dafür ist Schweden eindeutig nicht geeignet), und ich kann endlich mal an der Buchführung sitzen, ohne ständig nach draußen zu schielen. Trotzdem: Der letzte kalte und nasse Sommer sitzt mir noch im Nacken, und ich hoffe inständig, daß die Regenzeit bald ein Ende findet- auf den Wetterseiten allerdings sagen sie nichts dergleichen voraus...

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