Befreiung aus dem Hühner-KZ!

C: Das ist wohl eine Entscheidung, die jeder selbst für sich treffen muß: 

Soll ich als Hühnerhalter billige oder kostenlose Hennen aus einer Hühnerfarm entgegennehmen, wo sie aussortiert wurden? 

Es sind Hybriden, 1,5 Jahre alt, nur gezüchtet um Eier zu legen; dadurch, daß Hybriden immer populärer werden, sind sie eine Bedrohung für die Vielfalt der Hühnerrassen. Sie sind empfindlich und können kaum sehen, weil der Kamm ihnen vor den Augen hängt. 

Und irgendwie macht man sich dadurch ja auch zu einem Teil dieses geschmacklosen Systems. Wir jedoch haben uns entschieden, 12 dieser armen Hennen zu befreien. Ihre Eier trugen den Stempel "innen freigehend" (wie auch immer die Bezeichnung in D dafür ist). 

Sie sind klein, in schlechtem physischen Zustand und teilweise nackt. Und jetzt können sie es nicht fassen, daß sie auf Gras gehen dürfen, statt auf Gittern. 

Daß sie auf Heu oder auf einer Sitzstange schlafen können, und daß sie selbst bestimmen können, ob sie drinnen oder draußen sein wollen. Mutig sind sie! Die meisten von ihnen haben sich bereits an ihrem ersten Tag hinaus gewagt, dabei haben sie noch nie freien Himmel über sich gehabt! Und heute, an Tag zwei ihres neuen Lebens, beginnen sie, das Leben kennenzulernen, das man führen kann, wenn man sich am richtigen Platz befindet.

Ich wünsche mir, daß kein Tier mehr leiden muß für uns selbstsüchtige Menschen!

P: Sonne, sowas haben sie anscheinend auch nicht gekannt! Gedankt haben sie uns alles auf jeden Fall schon am ersten Tag mit 12 Eiern zum Einstand! Wenn das so weitergeht, werden wir in Eiern ertrinken...

 

Damit aber auch Rassehühner weiterbestehen, sind vor drei Tagen noch 16 Orpingtoneier und acht Mischlinge in die Brutmaschine gewandert!

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